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Vor dem Termin

  • Keine Sonnenbäder bzw. Solarien-Besuche
  • Pflege und schütze deine Haut (Sonnencreme, Feuchtigkeitscreme, etc.)
  • Keine Anwendung von Antibiotika, Aknemittel oder Cortison, etc. Generell bitte jegliche Medikation frühstmöglich bereits im Vorfeld mit dem*der Tätowierer*in abklären
  • Eine Schwangerschaft sollte ausgeschlossen sein
  • Kein Alkohol
  • Keine Drogen
  • Keine Schmerzmittel oder andere blutverdünnende Medikamente
  • Schlaf genug!
  • Nimm ausreichend Essen und Trinken zu dir!
  • Mach dich frisch und hüpf nochmal unter die Dusche!
  • Rasieren ist kein Muss – Tattoo Artists rasieren ohnehin gerne nochmal drüber. Ansonsten bitte nur feucht und schonend rasieren, um Hautirritationen zu vermeiden.
  • Verzichte an der zu tätowierenden Stelle auf Cremes, Öle, Parfüm, Selbstbräuner, etc.
  • Pack alles Wichtige ein (Handy, Geld, Ausweis, Trinken, Snacks, Kleidung, …)
  • Passende Kleidung für die Sitzung (Bikini-Oberteil bei Rippentattoo, kurze Hose bei Oberschenkeltattoo, …)
  • Lockere und bequeme Kleidung für die Heimreise
  • Plane genug Zeit für alles ein, stress dich nicht
  • Wirklich, entspann dich!

Während des Termins

Der Tag ist gekommen, du hast alles Nötige dabei und bist endlich am Tattoostudio angelangt. Doch gegebenenfalls musst du dich trotzdem noch etwas gedulden. Solltest du darum gebeten werden noch ein paar Minuten zu warten, ist das nicht ungewöhnlich – also keine Sorge! Es kann immer gut sein, dass der Termin vor deinem sich doch noch etwas in die Länge gezogen hat und der*die Tätowierer*in nun etwas im Zeitverzug ist. Obwohl die meisten Tätowierer*innen ausreichend Puffer zwischen ihren Terminen einplanen, kann es dennoch vorkommen, dass dein Termin nach hinten rutscht.

Bevor ihr loslegen könnt, muss du zunächst eine Einverständniserklärung ausfüllen. Das ist, besonders wenn es dein erstes Tattoo in diesem Studio ist, ein absolutes Muss und wird in jedem seriösen Tattooshop gefordert. Rein rechtlich gesehen ist eine Tätowierung nämlich eine Körperverletzung, mit der du dich im Vorfeld schriftlich einverstanden erklären musst. Außerdem werden dort auch nochmal Themen wie Medikamenteneinnahme, Erkrankungen und andere relevante Informationen zu deiner Person eingeholt. In vielen Studios werden dort zusätzlich im Anschluss die Chargennummern der Tattoofarben notiert, die für dein Motiv benutzt werden.

DIE PLATZIERUNG DEINES MOTIVS ERFOLGT MITHILFE EINES STENCILS.

Sollte soweit alles geklärt sein, wird dein*e Tätowierer*in mit dir das Motiv final besprechen. Je nach Artist wirst du das Motiv nun wahrscheinlich zum ersten Mal live sehen. Es ist also möglich, dass dir Kleinigkeiten daran nicht gefallen. Auch das ist völlig normal und du solltest Änderungswünsche auf jeden Fall ansprechen! Da du das Motiv dein Leben lang mit dir trägst, ist dir niemand böse, wenn du offen und freundlich deine Wünsche ansprichst. Bitte beachte aber, dass wenn du dich für ein Wannado entschieden hast, Änderungen nur sehr selten möglich sind.

Wenn mit dem Motiv soweit alles in Ordnung ist und du zufrieden bist, wird es zunächst einmal an die gewünschte Körperstelle angehalten. Falls es dir an der geplanten Stelle doch nicht so gut gefällt, kannst du gemeinsam mit deinem*r Tätowierer*in noch etwas herumprobieren. Als nächstes wird die geplante Stelle bei Bedarf rasiert und mithilfe einer Abzugsflüssigkeit das Stencil, also die gedruckte Vorlage, aufgetragen. So erhältst du einen ersten, realeren Eindruck davon, wie sich das Tattoo an dieser Körperstelle wohl machen wird. Bis zur perfekten Platzierung kann es auch mal mehrere Anläufe benötigen, doch das ist nicht ungewöhnlich und auch gar nicht schlimm.

Manchmal ergänzt oder verbessert der*die Tätowierer*in das aufgetragene Stencil noch manuell mithilfe eines geeigneten Filzstifts. Es gibt sogar Tätowierer*innen, die ihre Motive komplett frei und ohne Stencil aufzeichnen. Auch das ist eine übliche Herangehensweise, bei der ihr gemeinsam vor dem Tätowieren das Motiv perfektionieren könnt.

MACH ES DIR BEQUEM. JETZT GEHT’S ENDLICH LOS.

Das Motiv sitzt? Dann muss es jetzt nur noch in die Haut gebracht werden! Normalerweise wird der*die Tätowierer*in jetzt seinen*ihren Arbeitsplatz für dich vorbereiten und eine Menge desinfizieren. Alle Einwegmaterialien wie Nadeln oder Farbtöpfchen werden frisch ausgepackt und alles Weitere wird mit Folie abgedeckt. Sollte die Liege oder der Stuhl für dich vorbereitet sein, kannst du Platz nehmen und eine möglichst bequeme Position finden. Das ist je nach Körperstelle, die tätowiert wird, manchmal nicht ganz so einfach. Aber dein*e Tätowierer*in wird dich gegegbenfalls mit Kissen oder anderen Hilfsmitteln versorgen, damit es für dich so bequem wie möglich wird.

Wenn der*die Tätowierer*in und du nun also bereit seid, dann kann es endlich losgehen! Sobald die Tattoomaschine surrt, heißt es für dich dann erstmal still halten und möglichst ruhig weiteratmen. Je nach Stil beginnt der Artist zunächst mit den Outlines, dann folgen Schattierungen, Farbe und zuletzt noch Highlights und der Feinschliff. Falls es dir zu unbequem wird, oder du zum Beispiel husten musst – gib deiner*m Tätowierer*in ein Zeichen, damit ihr pausieren könnt. Auch wenn du merken solltest, dass dein Kreislauf sich langsam verabschiedet, du auf die Toilette oder etwas trinken möchtest – sag Bescheid!Du musst wirklich nicht leise vor dich hin leiden, bis du umkippst. Da Tätowieren auch häufig ein Prozess über mehrere Stunden ist, solltest du auf dein Wohlergehen achten und nicht direkt beim ersten Tattoo deine körperlichen Grenzen austesten.

Wie es beim Tätowieren selbst aussieht, kommt ganz auf deinen Artist an. Mit manchen kann man herumalbern, quatschen und Musik hören, andere brauchen wiederum etwas mehr Ruhe, um sich zu konzentrieren. Tätowierer*innen sind eben auch nur Menschen und jede*r hat seine eigene Arbeitsweise. Also mach dir keine Sorgen, falls ihr keine großartig ausschweifenden Dialoge führt. Auch als Kunde*in ist es nicht immer einfach sich neben dem Tätowieren noch auf ein Gespräch zu konzentrieren. Da musst du auch keine Angst haben, dass dein*e Tätowierer*in dich für unfreundlich oder arrogant hält. Er*sie hat wahrscheinlich schon alle möglichen Situationen während einer Tattoosession erlebt und da ist ein*e etwas schweigsame*r Kunde*in sicher das kleinste Übel!

Quelle: www.feelfarbig.de

Nach dem Termin

  • Trage lockere Kleidung, die nicht an der tätowierten Stelle reibt
  • Keinen Alkohol oder andere Drogen konsumieren – dein Körper hat jetzt mit der Tätowierung erstmal genug Arbeit
  • Trink und iss ausreichend – dein Kreislauf soll auch weiterhin in Schwung bleiben
  • Wenn du dich angeschlagen fühlst, gönn dir etwas Ruhe und schlaf dich ordentlich aus
  • Fass nie mit ungewaschenen Händen ans Tattoo: es besteht das Risiko einer Infektion
  • Verwende für die Reinigung am besten eine pH-hautneutrale Waschlotion
  • Verzichte auf Produkte mit Duftstoffen oder Parfum: sie könnten deine Haut reizen
  • Trockne dein Tattoo nach dem Reinigen nicht mit einem Handtuch: nimm lieber Küchenrolle – sie fusselt nicht und ist weniger rau
  • Beim Abtrocknen solltest du lieber tupfen statt reiben
  • Hier findest du einen ausführlichen Artikel zu den verschiedenen Methoden zum Abheilen: Nach dem Tätowieren: Suprasorb, Dry-Loc Pads oder Frischhaltefolie?
  • Sobald das Tattoo komplett trocken ist und spannt, sollte eine dünne Schicht Panthenol-Salbe aufgetragen werden
  • Kein Sport! Sowohl Schweiß als auch die Belastung der Haut bei übermäßiger Bewegung sind nicht förderlich für die Wundheilung
  • Keine Sauna oder Dampfbäder
  • Kein Vollbad nehmen – lieber kurz duschen
  • Nicht schwimmen gehen – egal, ob Meer, See oder Freibad
  • Hier findest du einen ausführlichen Artikel zum Thema: Baden, schwimmen, duschen – Wann darf Wasser ans neue Tattoo?
  • Solange dein Tattoo noch heilt und deine Haut sich schuppt, pellt oder sehr trocken ist, solltest du die Stelle nicht rasieren, peelen oder Ähnliches
  • Schone die frisch tätowierte Stelle und belaste das betroffene Körperteil nicht zu sehr
  • Trage lockere Kleidung, um Reibung am Tattoo zu vermeiden
  • Staub und Schmutz sollten nicht ans Tattoo kommen
  • Falls du Haustiere hast, sollten sie und ihre Haare deiner Tätowierung möglichst fernbleiben
  • Nicht am Tattoo knibbeln! Hautfetzen und Wundschorf sollten von alleine abfallen – ansonsten riskierst du Narben und den Verlust von Farbe
  • Nicht kratzen! Falls das Tattoo juckt, lieber leicht mit der flachen Hand “klopfen”
  • Behalte dein Tattoo stets im Blick: leichte Rötung, Schwellung, Brennen und Schmerzen sind in den ersten Tagen in der Regel normal. Sollte die Wunde jedoch trotz Ruhe über mehrere Tage stark gerötet sein, stark schmerzen oder nässen, könnte ärztlicher Rat benötigt werden. Frage zuvor gerne nochmal deinen Tattoo Artist nach einer Einschätzung.
  • Starke Sonne oder Solarium lieber meiden: vorzeitige Hautalterung lässt auch Tattoos alt aussehen
  • Sonnenschutz: Tattoos mit Kleidung bedecken und Sonnencreme verwenden (sie muss definitiv nicht “speziell für Tattoos” sein)
  • Laser-Behandlungen (z.B. eine IPL-Haarentfernung) können Tattoos beschädigen
  • Pflege deine gesamte Haut gut, dann sehen auch deine Tätowierungen besser aus

Falls es eines deiner ersten Tattoos ist und du dir wirklich unsicher bist, kannst du bei deinem*r Tätowierer*in natürlich auch jederzeit nochmal nachfragen. Denn die Nachsorge ist ein Faktor, der großen Einfluss auf das langzeitige Aussehen deiner Tätowierung nimmt. Das wird dir auch kein Tattoo-Artist übelnehmen, da ihr schließlich beide möchtet, dass dein Tattoo problemlos verheilt!

Quelle: www.feelfarbig.com

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